Warum es mit SAP S/4 weiterhin ein separates BW benötigt?

Schon bei der Einführung von SAP Business Warehouse (SAP BW) hatte Hasso Platter die Vision, das Thema ERP und BW in der Zukunft zu vereinen. Doch warum wurde dies nicht von Anfang an realisiert und warum benötigt es auch nach der Einführung der InMemory Technologie (SAP HANA) und S/4 weiterhin ein BI parallel zu einem ERP?

Grundsätzlich wird zwischen transaktionalen Systemen (SAP ERP) und den analytischen Systemen (SAP BW/BI) unterschieden. So sind transaktionale Datenbanken für die Erstellung von Belegen und das operative Geschäft optimiert. Eine Analyse von grossen Datenmengen, so z.B. kann der Umsatz aller Einzelbelege eines Unternehmens über viele Jahre hinweg, sortiert nach Kostenstellen, ein transaktionales System an seine Grenzen bringen und würde das operative Geschäft gefährden. Dies war einer der Gründe, warum ein BW geschaffen wurde. Hier werden meist in Nachtjobs, wenn das System operativ nicht benötigt wird, die Daten exportiert und in ein BW geladen. Somit stehen die Daten mit einem gewissen Zeitversatz für Auswertungen zur Verfügung.

Mit dem Einsatz von InMemory Technologie (SAP HANA) kann nun auch mehr auf ERP Systemen ausgewertet werden, ohne dass diese schnell an ihre Grenzen stossen und der operative Betrieb gefährdet wird. Dennoch benötigen wir, auch heute noch, ein zusätzliches BW um gewisse Themen realisieren zu können. So werden in einem BW nicht nur Daten 1:1 geladen und ausgewertet, sondern oft Daten verschiedener Systeme (SAP und non SAP) kombiniert, angereichert und transformiert, bevor diese multidimensional ausgewertet werden. Auswertungen werden über bisher ungeahnte Datenmengen und somit neue Informationen zur Unternehmenssteuerung möglich und das in bisher ungeahnten Geschwindigkeiten.

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